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IFA W50 DL 30 - Drehleiter mit Fallspindelabstützung

Die Drehleiter DL 30, basierend auf dem IFA W50 L mit einem Radstand von 3700 mm, wurde ab 1968 produziert und stellte einen bedeutenden Fortschritt in der Brandbekämpfung und Rettungstechnik dar. Entwickelt auf Basis der überarbeiteten DL 25, bot sie eine maximale Steighöhe von 30 Metern und ermöglichte einen vielseitigen Einsatz.

Das Fahrzeug verfügte über ein geräumiges Mannschaftshaus mit sechs Sitzplätzen. Der vierteilige Leitersatz wurde hydraulisch betrieben und ließ sich stufenlos in Geschwindigkeit und Richtung steuern. Eine herausziehbare Korrekturleiter an der Spitze erleichterte den Aufstieg zusätzlich.

Zur Ausstattung gehörten Stauräume für feuerwehrtechnische Beladung, ein Sanitätskasten sowie ein Suchscheinwerfer auf der Leiter. Zudem konnte eine Wenderohrmontage erfolgen, um den Löscheinsatz effizient zu gestalten. Ab 1979 wurde das Fahrzeug mit einem Schlauchmagazin ausgestattet, das einen 35-Meter-C-Druckschlauch beim Ausziehen der Leiter automatisch mitführte.

Die Fallspindelabstützung sorgte für eine schnelle und sichere Stabilisierung der Drehleiter. Dieses mechanische System wurde bereits bei der DL 25 auf dem IFA S4000 eingesetzt und in der DL 30 übernommen. Es ermöglichte eine schnelle Einsatzbereitschaft, da die Stützen unkompliziert in Position gebracht und arretiert werden konnten.

Von den insgesamt 684 produzierten Exemplaren blieben nur 249 Fahrzeuge in der DDR, während der Rest exportiert wurde. Die Drehleiter DL 30 war für viele Feuerwehren ein unverzichtbares Einsatzmittel und steht bis heute als Symbol für die leistungsfähige Feuerwehrtechnik aus der ehemaligen DDR.